Inhalt

  1. Die erste Frage: Statement oder Interview
  2. Das Setting
  3. Die Gestaltung des Bildes
  4. Videobeispiele

a) Das Format Interview

b) Das Format Statement

c) Gadgets: Das Mikrofon

d) Gadgets: Das Stativ

 

Wer ein Smartphone hat, der hat auch eine Kamera. Mit jedem Entwicklungszyklus haben sich die Hersteller ein Wettrennen geliefert, um das beste Bild oder die farbenprächtigste Videoauflösung. Die Qualität eignet sich schon lange nicht mehr nur für Kleinbilder im Internet. Wer will, produziert damit sogar ganze Filme, wie es zuletzt etwa Steven Soderbergh mit seinem Thriller „Unsane“ getan hat.

Auch für kleinere Unternehmen ist nun Platz im Budget, um eigene Videos für die interne und externe Kommunikation oder für den Austausch mit Kunden zu produzieren.

Die einfachste und häufigste Form ist dabei das Interview oder das Statement – etwa des Geschäftsführers, des Firmenleiters, oder das eines Experten.

So einfach die Produktion zuerst einmal klingt, gilt es dennoch einiges zu beachten.

 

Die erste Frage: Statement oder Interview?

Welchen Zweck soll mein Video erfüllen? Passt dafür besser ein Statement oder ein Interview? An wen richtet sich das Video: Ist die Zielperson ein Kunde, oder ganz allgemein die Welt da draußen?

Die zwei Formen können sich in ihrer Absicht unterscheiden. Einmal verkündet die Firma selbst eine Botschaft, ein Statement. Im zweiten Fall könnte es ein Kunde oder ein Experte auf einer Konferenz sein, der aus der Sicht des Unternehmens befragt wird.

 

Das Setting:

Beide Formen wirken sich entsprechend auf das Setting aus. Im ersten Fall richtet sich der Sprecher direkt an sein Publikum. Er spricht es an und seine Augen sind in die Kamera gerichtet.

Im zweiten Fall, beim Interview, ist die Antwort vermittelt. Der Fragende steht stellvertretend für das Publikum.  Er interagiert mit dem Befragten. Im Setting blickt der Befragte an der Kamera vorbei. Der Interviewer kann leicht angeschnitten im Bild auftauchen.

Bei beiden Settings sollte immer der Hintergrund beachtet werden. Smartphone-Kameras lassen konstruktionsbedingt kaum Unschärfe zu, die etwa den Hintergrund in ein buntes Farbspiel oder Muster taucht. Daher sollte man sich etwas Zeit nehmen, um die aufzunehmende Position ins „rechte Licht“ zu rücken. Die einfachste Form wäre ein Werbe- oder Firmen-Aufsteller mit dem Firmenlogo oder Produkten des Hauses. Des Weiteren ist das Licht ein wichtiger Faktor. Es sollte auf vorhandene oder gegebenenfalls zusätzliche Belichtung geachtet werden.

 

Die Gestaltung des Bildes:

Bei der Frontalansprache kann der Sprecher im Mittelpunkt stehen, etwa wenn die ausgewählte Formatgröße ein Quadrat ist. In den meisten Fällen wird man beim eingestellten Format 16:9 bleiben. Das Hochformat eignet sich ebenfalls gut für die Frontalansprache. Das Querformat bietet noch Gestaltungsfreiheit neben dem Kopf, etwa für einen passenden Hintergrund.

Die Auswahl des Formates hat auch damit zu tun, für welches Medium das Video letzten Endes verwendet werden soll. Soll es ein kurzer Clip für Social Media werden? Dann sollten Sie die Besonderheiten der verschiedenen Kanäle beachten. Damit beispielsweise Videos im Instagram-Feed möglichst viel Platz einnehmen, sollten sie im quadratischen Format gedreht oder in der Postproduktion darauf angepasst werden. Für die Insta-Story ist hingegen das Hochformat die beste Wahl.

Bevor es losgeht, sollte ein kleines Stativ nicht fehlen. Das macht das Bild ruhig.

Sehen Sie in den folgenden Videobeispielen:

Das Format Interview

Das Format Statement

Gadgets: Das Mikrofon

Gadgets: Das Stativ

Ein Praxisbeispiel finden Sie auf Jochen Klugs YouTube-Kanal @veejayjokl.

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Über den Autor

Jochen Klug ist langjähriger Redakteur und Autor im öffentlich-rechtlichen Fernsehen in den Bereichen Magazin und Aktuelles. Er arbeitet als Videojournalist und betreibt den Youtube-Kanal Veejayjokl.