Social Media haben einen großen Einfluss auf die Kommunikation von Privatpersonen und Unternehmen. Der Begriff umfasst alle Plattformen und Kanäle, die es Menschen ermöglichen, miteinander online miteinander zu kommunizieren, sowie Gedanken und Informationen auszutauschen. Insbesondere Facebook hat sich zu einer der bedeutendsten Plattformen entwickelt und bietet viele Anlässe, mit verschiedenen Zielgruppen in den Dialog zu treten.

Das Grundprinzip der sozialen Medien ist das Teilen von Informationen. Darüber hinaus können Statusmeldungen verbreitet, Beiträge kommentiert oder sonstige (multimediale) Inhalte wie Fotos, Videos, Spiele, Sprach- und Musikaufzeichnungen oder Links geteilt werden.

Für Unternehmen bieten sich Vorteile, wenn sie sich in den sozialen Medien engagieren. Denn werden von den Nutzern Informationen (bzw. Posts) geteilt, kann eine große Reichweite erzielt werden. Eine starke Verbreitung ihrer Inhalte erreichen Unternehmen jedoch nur, wenn ihr Produkt Teil der „privaten“ Kommunikation der Nutzer wird.

Gleichzeitig sind die Erwartungen an die Unternehmen, die Social Media-Kommunikation betreiben gestiegen. Die Nutzer möchten gehört und verstanden werden. Darüber hinaus erwarten sie schnelle Antworten auf ihre Fragen. Negative Konsequenzen, wie schlechte Bewertungen in Portalen, der Wegfall von Fans, bis hin zu einem Imageverlust in der Medienöffentlichkeit oder gar ein Shitstorm, drohen jedoch den Unternehmen, die diesen Forderungen nicht nachkommen.

 

Wie die eigene Zielgruppe über Social Media ansprechen?

Seien Sie positiv, nicht nur in der sprachlichen Gestaltung, sondern auch im Grundton.

Wichtig: Der Nutzer soll Lust darauf bekommen, den Post zu teilen, zu „liken“ und zu kommentieren. Dabei spielt die Ansprache eine ganz entscheidende Rolle. Dialogorientierung ist hierbei das Stichwort. Besonders erfolgreich sind Posts, die die Nutzer mit einem „Du“ ansprechen, implizit zu einer Reaktion auffordern oder aus der persönlichen Sicht geschrieben sind („ich“, „wir“, „unser“).

Für eine persönlichere und glaubwürdigere Kommunikation mit den Nutzern sollten die Texte durch „mündliche Sprache“ geprägt sein

Verfassen Sie Ihre Posts mit Leidenschaft und einer deutlichen Aussage. Ihre Nutzer merken und honorieren das mit Kommentaren und „Likes“.

Die seiteninterne Statistik von Facebook liefert wichtige Informationen zu den eigenen Fans und hilft so bei der zielgruppenspezifischen Ansprache.

 

Text vs. Multimediale Formate – Erfahrungswerte

Texte werden von Nutzern häufiger kommentiert. Gleichzeitig werden längere Texte häufiger geteilt als kurze.

Multimediale Inhalte: Videos und Fotos werden von den Nutzern häufiger geteilt als Texte.

Was ansonsten gut ankommt:

Bieten Sie Ihren Nutzern und Fans exklusive Inhalte (Hintergrundinformationen, Making-of’s)

Für die Qualität der Inhalte gilt: Themen statt Werbebotschaften! Unternehmen sollten bedenken, dass ihre Fans mittels eines Klicks ihre „Fanschaft“ beenden können. Auch – oder vor allem – in den sozialen Medien müssen Unternehmen also die Probleme und Wünsche ihrer Nutzer und Fans identifizieren und entsprechend mit Inhalten darauf reagieren. Schaffen Sie einen Mehrwert für Ihre Fans!

Bieten Sie Angebote und Rabatte an! Bei den Gründen, warum Facebook-Nutzer Fans eines Unternehmens-Profils sind, gehört das zu den Top-Gründen. Unterschätzen Sie also nicht die Wirkung.

Mögliche Elemente bei der Beitragsgestaltung:

  • (Hintergrund)Informationen zum Unternehmen (Veranstaltungen, Studien, Making-of-Videos, Mitarbeiterportraits)
  • Produkt- bzw. Dienstleistungsinformationen
  • Redaktionelle Themen aus dem Unternehmensumfeld (Tipps, Interviews, Berichte)
  • Links und Hinweise zu thematisch passenden Fotos, Videos oder anderen Webseiten
  • Kommentare und Statements des Unternehmens zu aktuellen Diskussionen
  • Gewinnspiele und Wettbewerbe
  • Diskussionen zu relevanten Themen
  • Coupon-Aktionen, Promotions

 

Grundlegendes

Strategische Themenplanung: Auch für das Facebook-Profil sollten sich Unternehmen einen strategischen Themenplan erarbeiten. Dabei sollten die Themen entsprechend der Saison gestaltet, unterschiedliche Unternehmensschwerpunkte aufgegriffen und die regelmäßige Veröffentlichung von Beiträgen sichergestellt werden. Zur strategischen Themenplanung gehört aber auch, dass die jeweiligen Zuständigkeiten der redaktionellen Bearbeitung (insbesondere in kritischen Momenten) geklärt sind. Denn Nutzer sind vor allem in den Abendstunden aktiv.

Timing: Auch zu dieser Frage gibt die seiteninterne Statistik von Facebook mögliche Antworten. Schließlich ist es nicht zielführend, Inhalte zu veröffentlichen, wenn niemand oder kaum eine Person Ihrer Zielgruppe online ist.

Rhythmus der Veröffentlichungen: Zu dieser Problematik müssen Unternehmen ihr eigenes Maß finden. Generell gilt jedoch: Ihr Facebook-Profil sollte lebendig sein, aber seine Fans nicht mit (einer Masse an) Informationen nerven.

 

Fazit

Erfolgreich sind Sie mit Ihren Social Media Posts dann, wenn die Nutzer (bzw. Ihre Fans) darauf reagieren. Kommentare, Likes und das Teilen von Inhalten – auf diese Reaktionen müssen Sie hinarbeiten. Haben Sie es geschafft, wissen Sie, dass Sie sich eine Community aufgebaut haben, die die Kommunikation und den Austausch mit Ihrem Unternehmen sucht und Ihre Inhalte weiterverbreiten wird.

 

Bildnachweis: rawpixel/123rf.com

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