Studien im Februar 2018 haben gezeigt: Content bleibt King. Weiterhin war der Monat geprägt von Diskussionen um „ungeschicktes“ Influencer Marketing und Schleichwerbung.

 

Content Marketing gewinnt weiterhin an Bedeutung

Der Großteil der Marketer wird sich in diesem Jahr mit Content Marketing beschäftigen. Das zeigt die Studie „Digital-Marketing-Trends 2018“ des Beratungsunternehmens Absolit. 81 Prozent der Befragten gaben an, sich in diesem Jahr mit Content Marketing befassen zu wollen. Damit gewinnt das Thema in diesem Jahr an Relevanz, denn im Vorjahr lag diese Zahl noch bei 75 Prozent.

Die „Adobe Consumer Content Survey 2018“ begründet, warum Content Marketing weiterhin so wichtig ist. Zwei Drittel der Befragten gaben an, den Kaufprozess abzubrechen, wenn sie den Content als mangelhaft empfinden. 24 Prozent der Befragten gaben an, dass sie weniger dazu bereit wären, die Marke weiterzuempfehlen, wenn sie mit den Inhalten unzufrieden sind. Genauso viele Befragte meinen, dass ihre Loyalität in die Marke sinken würde.

Wann sind die Verbraucher zufrieden mit dem Marken-Content? Laut der Studie müssen Inhalte vor allem informativ (82 Prozent), richtig und präzise (74 Prozent) und einfach (53 Prozent) sein. Besonders ärgerlich ist es für die Verbraucher, wenn der Content schlecht geschrieben oder zu lang ist (44 Prozent), schlecht designt ist (37 Prozent) oder nicht genug Mehrwert hat (44 Prozent). Es wird also wichtiger denn je, die Verbraucher mit passendem Content zu überzeugen.

 

Bifi-Post aus der Badewanne löst Diskussion über Influencer Marketing aus

Wie absurd kann Influencer Marketing noch werden? Diese Frage stellten sich viele, als sie den Post von Influencerin Donna Adrienne am Valentinstag sahen. Auf dem Foto liegt die Medizinstudentin in der Badewanne, während sie in eine Bifi beißt. Der Wannenrand im Hintergrund ist geschmückt mit weiteren Bifis und einem Bifi-Radio.

Schnell kursierte das Bild auf sämtlichen Social-Media-Kanälen und wurde von verschiedenen Medien aufgegriffen. Dabei machte man sich darüber lustig, wie ungeschickt Produkte durch Influencer platziert werden. Der Post entfachte erneut die Diskussion darüber, wie gelungenes Influencer Marketing aussehen sollte und was schlechte Werbung ist.

Mittlerweile hat Donna Adrienne alles aufgeklärt: Ihr Post war ein Scherz. Sie wollte das Influencer-Business einfach nur auf die Schippe nehmen. Nichtsdestotrotz hat die Aktion letztendlich ihr – und auch Bifi – viel Aufmerksamkeit gebracht.

 

Ist das Schleichwerbung? – Der Fall „Pastewka“

Ende Januar 2018 legte die achte Staffel der Comedyserie „Pastewka“ auf Amazon Prime Video einen erfolgreichen Start hin. Auffällig ist jedoch die Menge der Firmen, deren Logos im Laufe der Folgen auftauchen. Sony, Haribo, dm und Coca-Cola sind nur einige Beispiele dafür. Einen Hinweis auf Produktplatzierung gibt die Serie allerdings nicht.

Besonders auffällig ist die vierte Folge. Sie spielt in einem Media-Markt und zeigt deutlich das Logo und dort angebotene Produkte. Die zuständige Produktionsfirma Brainpool erläuterte, dass es keine Produktplatzierungen in der Serie gibt. Im speziellen Fall des Media-Markts wurde laut Drehbuch ein Elektromarkt gebraucht und deshalb angemietet.

Ist das (Schleich-)Werbung? Dürfen Markenprodukte auf diese Weise in eine Serie eingebunden werden? Diese und viele weitere Fragen hat „Pastewka“ aufgeworfen. Normalerweise müssten sich in diesem Fall die Landesmedienanstalten einschalten. Der Haken: Die Gesellschaften hinter Amazon.de haben ihren Sitz in Luxemburg und liegen daher außerhalb der Regulierung der deutschen Medienanstalten.