Für den Erfolg der eigenen Content-Marketing-Strategie spielt Kreativität eine entscheidende Rolle. Bei der Umsetzung und Verbreitung von zielgruppenspezifischen Content kommt es eben nicht allein auf das Wissen über die Interessen und Bedürfnisse der eigenen Zielgruppe an. Spannende Ideen haben einen Einfluss auf die Wirkung des Contents.

Kreative Ideen werden an vielen Stellen im Content Marketing benötigt: bei der sprachlichen und dramaturgischen Gestaltung eines Webtextes oder eines Interviews, bei der grafischen Gestaltung einer Infografik oder der Entwicklung einer fesselnden User Experience.

Kreativität ist aber keineswegs angeboren. Es gibt verschiedene Studien und Sachbücher, die sich mit dem Thema Kreativität auseinandersetzen und erklären, wann wir besonders kreativ sind und neue Ideen entstehen.

Eine kleine Auswahl stellen wir Ihnen an dieser Stelle vor.

 

„Du darfst nicht die gleichen Erfahrungen gemacht haben wie alle anderen.“ (Steve Jobs)

Der finnische Wissenschaftler Lassi Liikkanen (Institut für Informationstechnik in Helsinki) untersuchte im Rahmen einer Studie, wie neue Ideen entstehen und analysierte dafür die Entwicklung von Produktinnovationen von Studenten.

Seine Erkenntnis: Neue Ideen entstehen insbesondere durch die Verarbeitung von gespeicherten Informationen und deren Neukombination. Wer sich mehr Hintergrundwissen über ein Thema erarbeitet und versucht, die Gedankenprozesse zu optimieren, käme zu neuen Ergebnissen, so der finnische Forscher.

 

Die Pause als Ursprung neuer Ideen

„72 Prozent aller Menschen kommen die besten Ideen unter der Dusche“, sagen die Autoren der Kreativitäts-Bibel „Wired to Create“ Scott Barry Kaufman und Carolyn Gregoire. Sie beziehen sich dabei auf eine Industriestudie, die einen Zusammenhang zwischen dem Duschen und Kreativität nachweist.

Erkenntnis: In Ruhepausen – den sogenannten „Default Modes“ – wird Erlerntes besonders gut verarbeitet, die Gedanken fließen und neue Ideen entstehen. Das zeigten MRT-Gehirnscans bei Probanden, die aufgefordert wurden, an nichts Besonderes zu denken, und bei denen in just diesem gedanklichen Leerlauf in bestimmten Hirnregionen eine besonders hohe Aktivität auftrat.

 

Der Zwang zur Konformität erstickt die Kreativität

Für den amerikanischen Organisationspsychologen Adam Grant von der Wharton Business School (University of Pennsylvania) und Autoren des Buches „Nonkonformisten – warum die Originalität die Welt bewegt“ hängt das Auftreten von Kreativität mit der Anwesenheit von Querdenkern in Unternehmen zusammen.

Seine These: Viele Unternehmen finden für ihre altbekannten Probleme keine neuen Lösungswege, da sie meist Absolventen von ein und denselben Universitäten mit den immer gleichen Abschlüssen einstellen oder ihre Mitarbeiter in standardisierten Trainings nach oft veralteten Maßstäben auf Unternehmenslinie bringen. So würden aber ausgetretene Pfade nie verlassen werden.

Seine Empfehlung: Unternehmen und Personalabteilungen sollen sich auf die Suche nach Mitarbeitern mit einzigartigen Interessen, Hobbys und unkonventionellen Erfahrungen machen, um mit ihrer Hilfe auf kreative Ideen zu kommen.

 

Dieser Beitrag basiert auf dem Artikel „Ich hab’s!“ von Jürgen Jehle, erschienen im Magazin „1 – Content Marketing für alle“ #3. Möchten Sie unser Magazin Probe lesen? Dann melden Sie sich für unseren Newsletter an und erhalten anschließend die aktuelle Ausgabe zum Probelesen.

Bildnachweis: Lisa Alisa/shutterstock.com