In der gedruckten Ausgabe der EINS #3 stellen wir in der Rubrik „5 Freunde“ dieses Mal fünf besonders kreative YouTuber vor. Wie sie dem Begriff Influencer gegenüberstehen und wie für sie eine ideale Kooperation aussieht, haben sie in Kurzinterviews erzählt.
Lesen Sie hier das Kurzinterview mit dem YouTuber Michael Buchinger:

Warum machst du YouTube-Videos? Was ist dein Ziel?

Es war immer mein Ziel, die Leute zu unterhalten und für ein paar Minuten lang ihren Alltag vergessen zu lassen, was zugegeben sehr selbstlos klingt. Mittlerweile finde ich es natürlich auch ganz toll, dass YouTube mir tolle Chancen und aufregende Erfahrungen ermöglicht, aber als konkretes „Ziel“ würde ich das nicht bezeichnen. Meine Videos sollen mir und meinen Zuschauern Spaß machen.

Woher nimmst du die Ideen für neue Videos? Was inspiriert dich?

Meine Videos sind sehr Humor-getrieben, also ist es mir immer wichtig, dass sie unterhaltsam sind. Da ich mich alle paar Wochen intensiv für völlig arbiträre Dinge interessiere (aktuell: Bücher über Manieren, und Brooke Shields) und diese Interessen dann schnell wieder verwerfe, fällt es mir gar nicht mal schwer, Themen und Inspiration zu finden. Mein Vorsatz ist es, über Dinge zu sprechen, die mich gerade beschäftigen.

 

Was unterscheidet dich von anderen YouTubern deiner Kategorie?

Ich habe letztens über mich gelesen, dass ich angeblich einer von eher wenigen YouTubern bin, die sich klassischen „Humor“ zum Vorsatz machen. Meine Vorstellung eines Comedy-Videos ist es nicht, einen ulkigen Prank durchzuführen, sondern eine Geschichte zu erzählen, bei der ich mir vorab meine Pointen überlege, als wäre ich ein Stand-Up-Comedian aus den 90ern. Das klingt fürchterlich altmodisch!

„Ich würde nicht selbst von mir sagen, dass ich „Influencer“ bin, aber ich bin auch nicht sauer, wenn mich jemand so nennt.“ – Michael Buchinger

Siehst du dich als Influencer? Wie stehst du dem Begriff Influencer gegenüber?

Anfangs mochte ich den Begriff gar nicht und fand es unsympathisch, sich selbst als jemanden zu bezeichnen, der andere beeinflusst – auch wenn es vielleicht stimmt. Mittlerweile ist das Wort um einiges geflügelter und klingt für mich nicht mehr so großkotzig wie zu Beginn. Ich würde nicht selbst von mir sagen, dass ich „Influencer“ bin, aber ich bin auch nicht sauer, wenn mich jemand so nennt.

 

Wie sieht für dich eine ideale Kooperation aus?

Eine ideale Kooperation ist, wenn meine Zuschauer in den Kommentaren schreiben, sie hätten gar nicht gemerkt, dass es sich um eine Kooperation handelt. Damit meine ich nicht, dass ein gesponsortes Video subtil sein sollte, aber einfach so natürlich und authentisch, dass es wie ein ganz „normales“ Video wirkt.

Vita

Michael Buchinger (24) hat 2009 sein erstes YouTube-Video veröffentlicht. Seit dem Studienabschluss im Frühjahr 2016 ist er hauptberuflicher YouTuber und hat im vergangenen Sommer sein erstes Buch veröffentlicht. Privat ist Michael Buchinger begeisterter Hotel-Liebhaber, liest am liebsten Krimis, findet Brettspiele unheimlich anstrengend und „Hausgeist Mia“ aus der Werbung eigentlich ganz sympathisch.
Blog-Empfehlung: Ich liebe Leandra Medine von manrepeller.com schon seit Jahren und werde so bald nicht damit aufhören.

michael-buchinger

©ProSiebenSat.1Puls4

Neben dem Interview mit Michael Buchinger führten wir auch Kurzinterviews mit den Youtubern Borja Schwember, Elisa Kropp, Fynn Kliemann und Alycia Marie Moyers.

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Urheber des Beitragsbildes: Michael Buchinger