In der gedruckten Ausgabe der EINS #3 stellen wir in der Rubrik „5 Freunde“  dieses Mal fünf besonders kreative YouTuber vor. Wie sie dem Begriff Influencer gegenüberstehen und wie für sie eine ideale Kooperation aussieht, haben sie in Kurzinterviews erzählt.
Lesen Sie hier das Kurzinterview mit dem YouTuber Fynn Kliemann:

Warum machst du YouTube-Videos? Was ist dein Ziel?

Einfach so. Ich hatte nie ein Ziel. Das ist ja gerade das schöne daran. Das absolute Gegenstück zu meinem geschäftlichen Leben. Einfach so vor sich hinbasteln, mit ein paar Buddies Spaß haben und n bisschen rumpfuschen.

Woher nimmst du die Ideen für neue Videos? Was inspiriert dich?

Eigentlich baue ich, bis auf viele Ausnahmen, nur Sachen die ich auch wirklich brauche 🙂 Das entsteht also immer aus einer Not, oder eben Interesse. Ich möchte einfach wissen wie die Dinge so funktionieren und das lernt man nun mal am besten, wenn man alles mit Augen zu auseinander reißt und dann wieder versucht zusammenzusetzen. Außerdem ist es spannend, große Maschinen auszuprobieren und Sachen zu machen, die noch keiner gemacht hat. Davon gibt es so viele, dass YouTube niemals genug Server für das Videomaterial bereitstellen könnte.

 

Was unterscheidet dich von anderen YouTubern deiner Kategorie?

Ich glaub, ich hab am wenigsten Ahnung von dem Zeug, das ich da so treibe. Außerdem bereite ich mich nicht vor, plane nicht, was ich sage oder tue und mach einfach. Viele andere entwickeln so einen Schrott wie Scripte usw.

 

Aktive Kanaele Fynn Kliemann

Siehst du dich als Influencer? Wie stehst du dem Begriff Influencer gegenüber?

Paaa. So ein Quatsch. Erst einmal ist der Begriff ekelhaft, auch wenn die direkte Übersetzung natürlich bei einigen Menschen sinnvoll eingesetzt werden könnte, weil es eben Vorbilder gibt, denen man bewusst oder unbewusst nacheifert. Influencer ist aber durch die paar Pappnasen, die sich selbst so nennen, in meinem Kopf super negativ behaftet. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sich jemand wünscht zu sein wie ich. Wenn aber 1-2 Ansätze wie das „Kopf ausschalten und einfach mal machen“ auf die Zuschauer überschwappt, umso besser. Das kann unsere Gesellschaft gut gebrauchen.

Wie sieht für dich eine ideale Kooperation aus?

Gibts nicht. Ich arbeite nicht mit oder für Firmen im Gegenzug für Reichweite oder Markenbildung. Ich mach das gerne mit und für Freunde, ansonsten ist alles bei mir werbefrei, es gibt keine Anzeigen, Video-Ads oder sonst etwas. Wenn ich etwas gut finde, erzähle ich das, und wenn etwas scheiße ist, dann eben auch. Außerdem lass ich mir nicht vorschreiben wie oft ich ein Kleidungsstück tragen und bei Instagram posten muss. Wer mir trotzdem was schicken möchte, nur zu 🙂

Vita

Fynn Kliemann ist mit seinen 28 Jahren ziemlich vieles auf einmal: Gründer und monarchisches Oberhaupt des Kliemannlandes, des interaktivsten Freistaates der deutschen Youtubelandschaft, selbsternannter Heimwerkerking, Musiker und Schriftsteller. Zusätzlich hat er eine eigene Heimwerker-Klamottenkolletion auf www.oderso.cool entwickelt. Im echten Leben ist Fynn Kliemann Designer und Inhaber der Onlineagentur „herrlich media“, Gründer mehrerer Start-ups, der kostenlosen Projektmanagement-Software „Agantty“ oder des nachhaltigen Portemonnaie-Designs „Artyvects“. Jeden Tag ein bisschen mehr eben.

Fynn Kliemann

Neben dem Interview mit Fynn Kliemann führten auch Kurzinterviews mit den YouTubern Borja Schwember, Elisa Kropp, Alycia Marie Moyers und Michael Buchinger.

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Urheber der Beitragsbilder: Fynn Kliemann